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Nächstes Politisches Samstagsgebet am 17. November 2018:

Krieg 3.0 oder:
So ist Frieden möglich!

Referentin:
Gertrud Scherer war viele Jahre im Vorstand von pax christi München und Freising aktiv und vertritt die Bewegung heute noch im Münchner Friedensbündnis.

geistliches Wort:
Pfarrer
Charles Borg-Manché ist Geistlicher Beirat bei pax christi München und Freising.

„Angst vor einem Dritten Weltkrieg oder Verzweiflung angesichts der scheinbar nicht zu stoppenden Kriege in Syrien, im Jemen oder in Mali sind nachvollziehbar, erschweren aber den nüchteren Blick auf das, was kriegstreibend ist und auch auf das , was dagegen bereits unternommen wird und noch verstärkt werden sollte“
(Jan Gildemeister Vorsitzender der Ökumenischen Friedensdekade)

Unsere Referentin, Gertrud Scherer beurteilt die Situation ähnlich:

Zum Glück ist auf dem Feld der Friedensentwicklung schon viel geackert worden. Aber das Motto der diesjährigen Friedensdekade „Krieg 3.0“ erinnert uns erst einmal an das, was uns bedroht, zum Beispiel die Modernisierung der Atomwaffen, Cyberwar und Kampfdrohnen, massive Erhöhung der Militärausgaben NATO-weit, die Rüstungs-industrie  und … und … und.
Diese Bedrohungen, zu denen ja noch weitere aus dem zivilen Bereich wie Soziales, Gesundheitswesen, Bildung und Umwelt kommen, seien nur wegen des Themas genannt.

Eigentlich geht es um die Frage, wie Frieden werden kann.

Strategen in Politik, Wirtschaft und Militär brauchen Feindbilder, die deutlich machen, wogegen gemeinsam gekämpft werden muss, zum Beispiel Russland, Iran, der IS oder die Flüchtlinge. Die genannten tatsächlichen Gefahren eignen sich für diese Sammelbewegung hinter der eigenen Position natürlich nicht.

Hilfreich ist, wenn Menschen sagen können: „Solche Feindbilder brauche ich nicht!“ Oder noch besser: „Wir weigern uns, Feinde zu sein.“.

Das große Karthago führte drei Kriege.
Nach dem ersten war es noch mächtig.
Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.
Bert Brecht 1951

Wir brauchen einen derartigen Widerstand gegen die veröffentlichte Meinung, um einen Perspektivwechsel und damit die Freiheit für ein Denken in friedlichen und nachhaltigen Konzepten zu erreichen.

Für einen Weg in Richtung Frieden scheint es mir besonders wichtig, sich von gewohnten Vorstellungen zu verabschieden und bereit zu sein für ein Umdenken in vielen Lebensbereichen. Das fängt an mit dem Hinterfragen eigener Feindbilder und hört beim Umgang mit militärischen Strukturen und ihrem Personal nicht auf.

Konkrete Beispiele für gelungene Friedensprojekte oder deren Ansätze ergänzen diese Überlegungen und werden beim politischen Samstagsgebet vorgestellt

 

Samstag, 17. November 2018 – 18:00 Uhr
Ort:
KGH, Leopoldstr. 11

Danach: Brot und Wein

Der Flyer ist hier abrufbar (PDF)